Wohnstil-Lexikon

Asiatischer Stil »

Asiatischer Stil »

Kein außereuropäischer Einrichtungsstil ist in deutschen Wohnungen so oft anzutreffen wie der fernöstliche. Sehnsucht, Exotik und ein Hauch Mystik schweben in den Räumen, und sind doch irgendwie sehr vertraut. Alles, was die europäische Kultur gewohnt ist, kann sie der asiatischen entnehmen. Aber hier wirkt alles leichter, transparenter und phantasievoller. Genau das ist der Reiz, den asiatische Möbel und Wohnaccessoires ausstrahlen. In ihrer Schlichtheit und stillen Eleganz lassen sie sich hervorragend mit modernen Möbeln kombinieren.

Ausgenommen von diesem Verständnis sind andere, ebenfalls asiatische Stile, wie die zuweilen „über“ wuchernde Ornamentik Arabiens und Indiens sowie deren Sinn für ausufernde Farbenpracht. Denn die Bandbreite dessen, was Asien für die Wohnwelt anzubieten hat, ist riesig wie der Kontinent.

Es macht allerdings keinen Sinn, in die vielfältigen kulturellen Variationen „einzusteigen“. Grundlegend sollte man zwar schon zwischen arabischen, indischen, chinesischen oder japanischen Traditionen unterscheiden, aber es geht ja in erster Linie darum, sich vom asiatischen Wohnstil das zu nehmen, was gefällt. Wer dem fernöstlichen Zauber erliegt, wird ohnehin sein Spezialgebiet finden. Erst einmal ist es wichtiger, die Impulse aus Asien aufzunehmen und im eigenen Wohnumfeld zu verarbeiten. Ein sicheres Ergebnis ist z.B. Harmonie.

Die freundliche Bescheidenheit und die Liebe zum Detail des asiatischen Stils sind in der Tat Merkmale, die sich ausgesprochen positiv auf die moderne Wohnumwelt auswirken. Asiatisch heißt schlicht, geradlinig und wohl dosiert. Vor allem heißt es: Verbundenheit mit der Natur. Farben und Materialien aus Asien, die für Möbel und Wohnaccessoires eingesetzt werden, tragen immer noch den Ursprung ihrer Herkunft in sich. Aus der Natur lassen sich viele Symbole und Anschauungen ableiten, die uns auf den ersten Blick sehr geheimnisvoll vorkommen. Aber ein wenig Erkenntnis ist beim asiatischen Einrichtungsstil immer dabei.

Asiatisch einrichten

Kleinteiligkeit, Transparenz und dekorative Wirkung – das sind Wohnelemente, die der asiatische Stil klassischer Weise hervorragend bedient. „Flachstrecken“ im weitesten Sinne sind seine Domäne. Das reicht von Kommoden bis Sitzmöbel und Betten. Bodennahe Tische wie ein klassischer Opiumtisch, aber auch kleine Beistellvarianten, machen sich deshalb im asiatischen Stil besonders gut.

Asiatische Merkmale

Das asiatische Design reicht von der minimalistischen Linie bis zu den geschwungenen Dekorationen. Helle Farben dominieren. Die traditionelle Farbe des Glücks ist Rot. Sie wird in Japan mit den Farben Weiß und Schwarz kombiniert. In China ist Gelb die wirkliche Nationalfarbe, denn ihr werden ausgleichende Wirkung und ein neutraler Charakter zugeschrieben.

Der asiatische Einrichtungsstil bedient sich natürlicher Materialien, die sich leicht bearbeiten lassen. Das sind für Möbel Sandel-, Mango- oder chinesisches Ulmenholz, sowie der typische Bambus. Shesham-Holz gleicht mit seiner rötlichen Einfärbung und intensiven Maserung dem Rosenholz, ist aber wesentlich preiswerter. Zudem ist es sehr massiv und langlebig. So zart die asiatische Einrichtung wirkt, so robust ist sie auch zuweilen.

Lichtkonstruktionen und goldene Kontraste sind ein weiteres Merkmal des asiatischen Stils. Jeder Lampion und jede Kerze ist dazu da, eine besondere Wirkung zu erzeugen. Sie sind Teil des Energieflusses, der durch Farben und Formen vorbestimmt ist.

Nach dem Prinzip des Feng Shui sind auch die Wohnaccessoires immer paarweise angeordnet. Sie symbolisieren, Zweisamkeit, Zusammenhalt und Partnerschaft - im Schlafzimmer besonders wichtig. Auch gelten gerade Zahlen als ruhe- und harmoniefördernd. Das asiatische Ordnungsprinzip entspricht sehr gut dem modernen Funktionalismus.

Typisch für asiatische Dekorationen sind Steine, Grünpflanzen und Papier. Auch die edlen Stoffe Seide und Porzellan symbolisieren in Asien die Natur. Dazu kommen Statuen und Bilder der Mythologie. In China ist es vorzugsweise der Drachen, der Glück bringen soll. Die versteckten Botschaften erschließen sich nach und nach, je tiefer man sich in die asiatische Wohnwelt hinein begibt.

Barock »

Barock »

Goldverzierte Sitzmöbel, Stuck an der Decke und viele Spiegel – all das assoziieren wir mit dem Barock und wer Glanz und Gloria dieser Epoche wieder aufleben lassen möchte, versucht mit solchen und ähnlichen Einrichtungselementen seinem Zuhause ein ganz besonderes Flair zu verleihen.

Das Barock ist gekennzeichnet von Pracht und Fülle, und so wie es unter Ludwig XIV. und seinem Absolutismus seine Hochzeit hatte, ist die Inkarnation der barocken Schönheit selbstverständlich Versailles. Wer ein bisschen Versailles in sein eigenes Heim bringen möchte, hat mit barocken Möbeln und Gestaltungselementen gute Mittel an der Hand und kann sich damit sein eigenes kleines Königreich erschaffen.

Barock – die Epoche

Seine Entstehung hat das Barock in Italien, wo das Wort barroco ursprünglich etwas bezeichnete, was irgendwie schief und unregelmäßig war. Denn im Zuge der Gegenreformation beauftragte die Kirche Maler, Bildhauer und andere Künstler, all den Glanz und die Pracht des katholischen Glaubens besonders herauszustellen. Die klaren Formen der vorherigen Epoche, der Renaissance, wurden dabei übertrieben und ausgeschmückt. Wenn auch die Vorliebe für Symmetrie größtenteils beibehalten wurde, wollte man trotzdem die Gemüter animieren, und Emotion und Bewegung flossen in die Kunstwerke ein. So entstand die üppige und prunkvolle, lebhafte und reichhaltige Barockkunst, die ihre Hochzeit unter dem Absolutismus des Sonnenkönigs in Frankreich hatte und wie kein anderer Stil Herrschaft und Göttlichkeit vermittelt.

Was ist typisch für das Barock?

Egal, ob in der Malerei, der Bildhauerei, der Architektur, oder der Mode und Schminkkunst, Barock heißt: Auffällig sein, übertreiben, Emotionen wecken, Reaktionen provozieren, verzieren und schmücken und genießen, denn das Leben ist ohnehin voller Leid und Tod. Das Streben nach irdischen Genüssen und Macht spiegelt sich in den wertvollen Materialien und der Detailverliebtheit wider. Wer schon mal in Versailles war, kennt die „Must-Haves“ des Barock: Stuck an den hohen Decken, Gold, viel Helligkeit und Licht, aber auch bunte und prächtige Farben, gedrechseltes Holz und mit Brokatpolstern bezogene Sitzgarnituren, geschwungene und runde Formen bei gleichzeitiger Symmetrie und Ordnung, verzierte und vergoldete Büsten und Figuren, edle Teppiche und kostbare Wandbehänge – und natürlich: Spiegel. Prächtige verzierte Goldrahmen runden diesen Eindruck ab.

Tapeten im Barock-Look

Diese Tapeten erkennt man an der opulenten Hintergrundfarbe wie blutrot oder violett, und den im Vordergrund stilisierten Ziermustern in Gold oder einem anderen Metallic-Ton. Sitzgarnituren aus edlem Mahagoniholz mit den detailverliebten und geschwungenen Formen, bezogen mit dicken Polstern aus einem edlen Stoff wie Samt, Brokat oder Jacquard.

Die Farben des Barock

Cremeweiß bis Vanillegelb: Polster, Vorhänge oder Teppiche in diesen dem Gold sehr nahe kommenden Farben, lassen den Raum hell und edel wirken.

Kronleuchter

Mit vielen reflektierenden Glas- oder Kristallteilchen und glänzendem Metall sind Kronleuchter ein unverzichtbarer Bestandteil der prächtigen Verherrlichung irdischen Seins. Greifen Sie auf die modernen LED-Leuchter zurück für optimales Licht und Design.

Schmückendes Beiwerk

Goldene Figürchen, Büsten, Samt und Seide und alles, was wertvoll ist und glänzt, steigert das Barock-feeling. Wunderbar eignen sich dazu auch Spieluhren, Edelsteine oder reichhaltig verzierte Vasen.

Mit diesen Barock-Basics lassen sich Pracht und Herrlichkeit auch in der Etagenwohnung inszenieren: Für ein Gefühl wie der König von Frankreich.

Bauhaus »

Bauhaus »

Purismus als Stil – nicht überladene Prunksucht, sondern die Ästhetik in der Funktion und moderne Materialien adeln Möbel mehr als andere. In unserer modernen Lebensumwelt haben wir uns längst an dieses Prinzip gewöhnt. Es begegnet uns ständig im Design der Gebrauchsgüter, in der Kunst, in der Architektur. Die bestechende Logik und die klaren Formen wirken so überzeugend, dass man sich wirklich fragen muss, warum dieser Stil erst seit ein paar Jahrzehnten en vogue ist. Ausgangspunkt dafür war das Bauhaus.

Seinerzeit stellte der Bauhaus Wohnstil eine echte Revolution im Design dar. Er überführte in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts die industrielle Produktion in eine angemessene ästhetische Formensprache. Die Devise lautete: „Die Form folgt der Funktion“.

Durch den Vorteil der hohen Stückzahlen in der Serienproduktion wurden nun moderne Möbel für alle Schichten der Gesellschaft erschwinglich. Vor allem aber passte sich der Bauhaus Wohnstil auch an weniger großzügige Wohnverhältnisse an. 1919 wurde das Bauhaus als Kunstschule von Walter Gropius gegründet. Ihre Standorte waren Weimar, Dessau und Berlin (geschlossen 1933). Die Designer experimentierten mit neuen Materialien wie gebogenem Stahlrohr oder Sperrholz.

Neben Architektur und Produktdesign waren es vor allem Möbel, Lampen und Wohnaccessoires, die den Bauhaus Wohnstil in deutschen Haushalten verbreiteten. Schlanke Möbel, funktionelle Bestimmung und ein ästhetischer Reiz, der sich ohne schmückende Elemente allein aus der technizistischen Gestaltung ergibt, machen den Bauhaus Wohnstil zum Klassiker, der heute noch das Design der Gebrauchswerte von Moderne und Postmoderne bestimmt. „Bauhaus“ ist in vielen modernen Möbeln enthalten. Als puristischer Stil aber sorgt er mittlerweile wieder für Furore.

Original Bauhaus Produkte sind heute exorbitant teuer. Selbst Produkte, die heute noch als Lizenz hergestellt werden wie z.B. die Wagenfeld Tischlampe, haben ihren etwas höheren Designer-Preis. Aber die Einrichtung im Bauhaus Wohnstil ist trotzdem keine Frage des großen Geldbeutels. Viele Produktserien haben die Impulse des Bauhauses aufgegriffen und sind zu einem Allgemeingut geworden. Das beste Beispiel sind die Freischwinger-Stahlrohr Stühle, die heute in fast jedem Büro stehen und für die Kunden von heute zum normalen Angebot zählen.

Das Wichtigste für Einrichtung im Bauhaus Wohnstil ist die eigene Akzeptanz der schmucklosen und funktionalistischen Möbel und Wohnaccessoires. Aber auch jeder weniger puristisch eingestellte Interessent wird die elegante und stilvolle Wirkung erkennen, die sich aus dem Design ergibt. Was auf den ersten Blick wie reine Funktion wirkt, erschließt sich schnell als geniale Lösung. Auch die Kombination von Notwendigkeiten kann zu absoluter Exklusivität führen!

Bauhaus Wohnstil ist vor allem die Dominanz der Funktion. Das daraus abgeleitete Design kommt in jedem Produkt zum Ausdruck. Möbel im Bauhaus Wohnstil verzichten auf jegliche Schnörkel; selbst als Schmuck empfundene Elemente haben eine Funktion wie z.B. die Stabilisierungsstreben bei Leichtmetallstühlen. Ein häufiges Merkmal ist ein Schwebe-Effekt, den die Designer durch offene Formen und unkonventionelle Linienführung erreichen.

Bevorzugte Materialien des Bauhauses waren Stahlrohr, Aluminium und Holz. Das Design bedeutet immer eine Abkehr vom Pomp und den dekorativ überladenen Möbeln der vorherigen Epochen.

Biedermeier »

Biedermeier »

Der Stil ist fast 200 Jahre alt, deutlich antik – aber immer noch sehr gefragt.

Als Biedermeier gilt die Epoche zwischen 1815 und 1848. Sie unterscheidet sich durch zwei Merkmale grundsätzlich von allen anderen Stilepochen: ist sie ein deutsches Phänomen, und sie bezieht sich fast ausschließlich auf Möbel. In der Architektur dominierte damals der Klassizismus, in der Kunst die Romantik, und die Mode der Welt war der Empire-Stil. Nur in Deutschland gab es den Rückzug des Bürgertums in das Private, der sich im Biedermeier-Stil ausdrückte. Historiker bemühen gern die damaligen dramatischen gesellschaftlichen Veränderungen als Grund für dieses Verhalten. Immerhin hat es dazu geführt, dass wir heute über ein angenehmes Stilmittel für das Wohnambiente verfügen.

Denn Biedermeier-Möbel sind bei aller Eleganz und antiker Anmutung sehr praktisch und passen sich mit ihren ausgewogenen Proportionen gut in die heutigen Verhältnisse ein. In erster Linie rührt das daher, dass man damals eher kleinteilige Möbel produzierte und wenig Wert auf wuchtige Repräsentanz legte. Biermeier-Stühle z.B. entsprechen in ihren Abmessungen ziemlich genau unseren heutigen funktionalen Sitzmöbeln, sind leicht handhabbar, und bieten einen hohen Komfort. Im Design unterscheiden sie sich aber deutlich. Zwar verzichten auch sie weitgehend auf schmückende Elemente, bringen dafür aber die dekorative Wirkung des Holzes zur Geltung. Die Möbelbauer des Biedermeier gaben sich alle Mühe, die Maserung im Holz zur optischen Attraktion aufzuwerten und brillante Farbtöne zu erzeugen. Das erreichten sie durch aufwändige Techniken des Lackierens, des Tönens und die Verwendung unterschiedlicher Holzarten.

Gleichzeitig wirken Biedermeiermöbel sehr dezent und zurückhaltend elegant. Man mag das als Antwort auf die ausladenden Verzierungen der Möbel in den Adelshäusern in der Epoche davor verstehen, aber eigentlich drückt sich darin ein typisch klassizistisches Element aus: Die Reinheit der Form und des Materials hatte man gegen Ende des 18. Jahrhunderts gerade erst wiederentdeckt; es herrschte damals geradezu eine Art Antike-Euphorie in Europa. Der Verzicht auf jedweden Protz und Pomp macht die Möbel heute so angenehm. Sie strahlen Behaglichkeit und Zweckmäßigkeit aus. Ihre Exklusivität erhalten sie durch die raffinierte Wirkung des Holzes.

Einrichtung

Die Biedermeier-Möbel entsprechen der bürgerlichen häuslichen Sphäre, die vor allem im Wohnzimmer, im Esszimmer und im Arbeitszimmer hergezeigt wurde. Entsprechend vielfältig sind auch die Lösungen, die mit diesen Möbeln verbunden sind – man denke nur an die grazilen Sekretäre, gegen die unsere heutigen Schreibtische wie Arbeitsplatten wirken.

Ein typisches Biedermeier-Möbel ist der ovale Esstisch mit einem Mittelfuß als Unterkonstruktion. Diesem Produkt liegen absolut rationale Erwägungen zugrunde: Die Versammlung der (damals noch etwas größeren) Familie an einem Tisch sollte räumlich so effizient wie möglich erfolgen. Durch die Vermeidung von Ecken wird die Anzahl der Stühle variabel, wobei der Mittelfuß für jeden Sitzplatz auch die erforderliche Beinfreiheit gewährleistet. Im Biedermeier wurde faktisch der erweiterbare Stuhl-Set erfunden.

Den besten Schauwert bieten die Biedermeier-Kommoden. Auch sie erreichen das nicht durch üppige Verzierungen, sondern durch ihre filigrane Bauweise. Sie erfüllen vollständig ihre praktische Funktion, wirken dabei aber äußerst elegant. Das trifft auch auf Sofas und Sessel zu, aber hier dominiert bei aller Noblesse eindeutig der Charakterder Gemütlichkeit. Die sollte das Wichtigste sein, wenn man traut beisammen saß – gar nicht so altmodisch.

Materialien und Farben im Biedermeier

Als Material für die Möbel wurden helle Hölzer mit ausdrucksstarken Maserungen verwendet wie Birke, Wurzelahorn, Birne, Pappel oder Kirschbaum. Den gewünschten Farbton erreichte man mit z.T. mehrmaligem Beizen. Die glatte und polierte Oberfläche konserviert die sichtbare Holzstruktur wie eine Glasscheibe über einem Bild. Das Furnier wird zum ästhetischen Wert.

Die Bezugsstoffe der Sitzmöbel glichen sich dieser Wirkung an. Glänzende Seide und Stoffe mit erhabenen Effekten wie Samt wurden bevorzugt. Die Farbe Rot gesellte sich aber erst später zu dem bekannten „Plüschsofa“ hinzu. Im Biedermeier wählte man blau oder grün, gemusterte Oberflächen basierten meist auf Weiß- und Pastelltönen. Blümchenmuster und Streifen waren die Favoriten im Geschmack dieser Zeit.

Da nimmt es auch nicht wunder, dass man damit auch die Wände ausgiebig zu schmücken suchte. 1799 wurde die Maschine erfunden, mit der Papiertapete industriell produziert werden konnte. Das Produkt gelangte sofort in den Status der Unverzichtbarkeit für jeden Biedermeier-Haushalt. Die endlose Fortsetzung der künstlichen Muster bildete die Ergänzung der natürlichen optischen Wirkung des Holzes. Die bis dahin (jedenfalls in Kreisen, die es sich leisten konnten) übliche Wandbespannung mit Stoffen wich dem praktischen Sinn des Bürgertums.

Der Begriff „Biedermeier“ entstand erst Jahrzehnte später in der ironisierenden Rückschau auf die „gemütliche Zeit“. Heute jedoch köann man ganz unbelastet den Biedermeier-Stil als nützliches und elegantes Design in die Wohnumgebung einbeziehen.

Boho Chic »

Boho Chic »

Boho ist die Abkürzung für Bohemian, was die Kultur intellektueller Künstler und Freigeister bezeichnet, die sich im 19ten Jahrhundert gegen die Konventionen des Bürgertums stellen. Ursprünglich wurden so die böhmischen „Zigeuner“ bezeichnet, deren ungebundener Lebenswandel die frommen Bürger erzürnte.

Die künstlerische Bohème hat ihren ganz eigenen Look entwickelt, der sich durch farbenfrohe Lebensfreude, eklektischen Pragmatismus und gekonntes Chaos auszeichnet. In jeder Generation wird er neu erfunden und bekommt neue Elemente aus Ethno Style, Hippie, Orient oder Rock. Eines bleibt ihm aber immer gleich: Die fröhliche Ungezwungenheit! Beim Boho Chic geht es hauptsächlich darum, das Leben zu genießen und normierte Vorgaben mit Freude über den Haufen zu werfen.

Boho-Möbel

Große und gemütliche Sofas, die keinesfalls auf strenge Formen sowie Ecken und Kanten zurückgreifen – auf diese Ecken und Kanten wird gänzlich verzichtet: Runde Formen und farbig bunte Stoffe sind der Inbegriff von Boho.

Beliebt bei diesem Style sind Poufs, die auf der einen Seite ein Möbelstück sind, aber andererseits auch zur wundervollen Dekoration dienen. Eingetaucht in zarte Farben harmonieren die Poufs geradezu perfekt mit dem restlichen Interieur im Boho Chic.

Farben im Boho-Style

Die Farbgebung dieses Stils spielt eine große Rolle. Die Basisnuancen dieses Looks sind hauptsächlich warme Töne und Erdfarben: Schwarz, Braun, Beige, Oliv und Khaki. Diese zurückhaltenden Töne lassen sich dann wunderbar mit lebendigen und bunten Farben wie zum Beispiel Silber, Gold, Senfgelb, Rostrot und Violett kombinieren, sodass die Farbgebung in ihrer Zusammenstellung immer aufregend und spannend bleibt. Hier gilt jedoch: Weniger ist mehr! Es sollten maximal drei bis vier verschiedene Farben zusammengebracht werden – lieber einfach und effektvoll als zu wild.

Boho Chic Accessoires

Flohmarkt-Fundstücke, Secondhand-Eroberungen, moderne Elemente: Auch wenn einige Stücke scheinbar nicht richtig gut zusammenpassen, beim Boho-Look kommt jedes einzelne Accessoires und Deko-Element ideal zur Geltung. Und genau dieses nicht zusammenpassen einiger Accessoires steht für den Boho Chic - denn das macht diesen Stil erst optimal: Das Unperfekte macht den Stil perfekt!

Materialien

Schalen und Truhen aus Korb geflochten, Stuhl- oder Sofahussen aus Leinen und andere Naturmaterialien wie Holz, Samt und Leder.

All diese natürlichen Materialien machen den Boho Look aus. In jeglichen Kombinations-möglichkeiten bilden diese Naturmaterialien eine perfekte Symbiose und bringen ein naturbelassenes Flair in unser Zuhause, in dem wir uns rundum wohlfühlen können.

Mit Rüschen verzierte oder umhäkelte Kissen sorgen für ein feminines Ambiente, Fransen schaffen eine rustikale Note in den Raum und schillernde Pailletten zaubern ein Glanzfinish für den Boho-Look.

Trendiger Mustermix

Muster und Motive sind im Boho Chic sehr wichtige Elemente für die Gestaltung einzelner Möbel und Accessoires. Nicht nur die Materialien, sondern auch dieser Mustermix sollte miteinander kombiniert werden und harmonisch aufeinander wirken. Kissenbezüge im Batik-Look, Vorhänge mit Blütendekor, Decken und Teppiche mit Tierprints oder im Patchwork-Style: Beim Boho Chic sind Ihnen keine Grenzen gesetzt – Ethnomuster lassen sich ganz herrlich miteinander kombinieren und schaffen so eine exotische Atmosphäre und erinnern an die Hippiezeit.

Country-Style »

Country-Style »

Wie bei allen Dingen, die direkt das Herz und die Emotionen ansprechen, ist es ein schmaler Grat den idyllischen Country Style nicht ins Kitschige abdriften zu lassen. Aber wenn wir ganz ehrlich sind, sehnen wir uns schon nach einem unkomplizierten Landleben, mit einfachen, ungetrübten Freuden und echten Werten. Wer diese Sehnsucht leben will, aber die eigene kühle Ratio nicht unter blumigen Rüschen begraben möchte, findet endlich Erlösung im Modern Country Style!

Die Verbindung aus Emotion und Vernunft, aus Tradition und Moderne sowie Natur und Kunst machen den Modern Country Style zu dem Herbst Trend schlechthin. So können wir uns rundum wohl fühlen und urige Gemütlichkeit ohne allzu süßen Beigeschmack genießen.

Am Anfang war der Landhausstil

Cremefarbene Küchenfronten, ein romantisches Teeservice mit Blumendekor und eine Leinentischdecke auf dem Esstisch – der Landhausstil hat schon so manche Küche mit einem dicken Sahnehäubchen und Streuseln versehen. Er ist der beliebteste Stil, wenn es darum geht, die Landromantik zu sich nach Hause zu holen. Die Dekoration wurde dabei dem archetypischen amerikanischen Landhaus entlehnt, in das sich wohlverdienende Städter geflüchtet haben, um zu ihren ländlichen Wurzeln zurück zu kehren und dieses Gefühl in vollster Idylle zu zelebrieren.

Doch so schön die Massivholz-Möbel und die ländlichen Dekore auch sind, der amerikanische Landhausstil neigt leicht zur Disneyfication! Etwas pragmatische Rustikalität im Country Style ist dafür das richtige Gegenmittel!

Country Style: Die Farben

Der klassische Landhausstil lebt von Holz und seinen warmen Farben. Dazu kommen sanfte Weiß-Töne, die den natürlichen Farben von Wolle und Leinen entlehnt sind. Typische Folkore-Farben wie Rot, Grün oder Blau können als Akzente genutzt werden. Der Modern Country Style nimmt ein bisschen Abstand von dem omnipräsenten Whitewash.

Statt Landhaus rückt das Land in den Fokus: Holz ist im Country Style immer noch entscheidend, aber unlackiert und roh. Grün und Blau sind die Farben der Wälder und der Seen, und werden in sanften, natürlichen Schattierungen eingesetzt, um ganze Räume zu thematisieren. Da das Landleben aber nicht nur aus Natur und gutem Essen besteht, sondern auch aus harter Arbeit, zollt der Modern Country Style dem durch härtere Farben wie Schwarz und Grau Anerkennung.

Der Country Style wird modern, wenn man ihn mit rustikaler Funktionalität und Simplizität etwas zur Ruhe bringt. Die Geborgenheit entsteht so nicht durch einen Überschuss an bäuerlichen Wohnaccessoires, sondern durch die authentische Schönheit der Materialien und Farben.

English-Style »

English-Style »

Wenn wir in Stilsachen an Englisch denken, denken wir an Klasse, Etikette und einen royalen Touch. Doch Design auf Englisch ist weitaus mehr als überladene Möbel, steifer Einrichtungsstil und konservatives Flair. Englisch kommt in vielen Facetten daher und das Bild von üppiger Deko, Textilien-Overload und Mustermix trifft zwar zu, ist aber längst nicht alles, was englischer Interior-Stil zu bieten hat.

Englisch: Cottage

Eine Facette von Englisch ist der Cottage-Stil. Er ist traditionellen Landhäusern nachempfunden ist ebenso romantisch und verspielt wie erfrischend, hell und freundlich. Cottage auf Englisch besticht durch viel Weiß, das sich vor allem auf den Möbeln sowie auch in den Textilien, auf den Wänden, den Dielenböden und den Deckenbalken wiederfindet. Diese freundliche und positive Grundstimmung des Raums wird akzentuiert durch farbliche Highlights, die auf Textilien, in Form von frischen Blumen und als Deko und Bilder an der Wand aufblitzen.

Diese Interior-Form von Englisch ist gleichermaßen gemütlich wie erfrischend und lässt einen im Handumdrehen ein Gefühl der Leichtigkeit verspüren. Blumenmotive und Möbel und Accessoires aus Naturmaterialien wie Holz, Felle oder Rattan passen besonders gut ins Cottage-Ambiente.

Wohnzimmer

Ein Ort der Opulenz und der Gemütlichkeit: Das Wohnzimmer auf Englisch. Wir können fast schon Sherlock Holmes vor uns sehen, der in seinem Wohnzimmer in einem großen Ohrensessel sitzt und genüsslich seine Pfeife raucht. Traditionelles Merkmal eines fast jeden englischen Wohnzimmers ist neben dem Ohrensessel ein offener Kamin, der das Zentrum des Raums ist, um das alles gruppiert wird. So dient der Kaminsims als Ablage für allerlei Vintage-Deko, gerahmten Fotografien und einer Kaminuhr.

Französischer Stil »

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Man muss nicht unbedingt Französisch sprechen, um dieses Land und seine Kultur zu lieben. Schließen Sie die Augen und denken Sie an Frankreich! Abgesehen von Klischees wie dem Baguette denken wir beim Stichwort Frankreich an die magische Anziehungskraft und die Lichter der Hauptstadt Paris, die Leichtigkeit und die Meeresluft an der Côte d’Azur, an unzählige kulinarische Highlights, laissez-faire und savoir-vivre – letztere sind die zwei Schlüsselwörter eines Phänomens, das uns beeindruckt: Französischer Stil. Was ist Französischer Stil? Französischer Stil ist kaum fassbar, subtil und nicht so einfach nachzuahmen. Der Französische Stil in unserer Wohnung erlaubt es uns durch kleine Aspekte ein kleines Stück dieses Lebensgefühls in unseren Alltag zu holen. Authentisches Wohnen auf Französisch ist vor allem eins: Nicht zu perfektionistisch!

Ein wichtiger Bestandteil französischen Stils ist die Attitude des je ne sais quoi – die französische Sprache meint damit eine lässige, aber niemals nachlässige Gleichgültigkeit, die den Franzosen etwas Unnahbares verleiht und in der Mode ebenso stark zum Ausdruck kommt wie beim Wohnen – und des laissez-faire, das so viel bedeutet wie das Sich treiben lassen. Französischer Stil lässt sich von derselben Leichtigkeit tragen wie in der Französischen Sprache. Außerdem gibt es nicht den einen französischen Wohnstil, sondern viele unterschiedliche bezaubernde Wohnstile, die den jeweiligen Regionen Frankreichs entsprechen.

Der Pariser Stil

Pariser Inneneinrichtung ist in höchstem Maß designorientiert, edel, cool und von Stilmix gekennzeichnet. Eine typische Pariser Wohnung im französischen Stil liegt in einem immeuble haussmannien und hat hohe Decken, Flügeltüren in Kassettenoptik, wunderbare Holzparkett-Dielen und in fast jedem Raum einen offenen Kamin mit einem überdimensionierten antiken Spiegel darüber. Das immeuble haussmannien ist ein typisches Pariser Wohnhaus mit Altbauwohnungen und stammt aus der Mitte des 19. Jahrhunderts, als der damalige Präfekt Haussmann unter Napoleon den Städtebau komplett revolutionierte und das Pariser Stadtbild, wie wir es heute kennen, prägte. Für viele ist Französischer Stil genau dieser Pariser Flair.

Die Pariser Altbauwohnung bietet einen Rahmen, in den vor allem barocke, romantische und verspielte Möbel und Accessoires passen. Opulente Polstermöbel mit Samtbezug und geschwungenen Beinen, schwere Stoffgardinen in Überlänge mit Quasten und Boxspringbetten mit Kissen- und Überwurf-Overload harmonieren hier mit ausgewählten Designerstücken wie dem ikonischen Thonet-Barstuhl, scheinbar zufällig platzierten Wohnaccessoires, frischen Schnittblumen und cleanen Elementen, damit der französische Stil nicht zu überladen wirkt. Achten Sie bei Farben und Materialien stets darauf, dass sie edel sind, wie Pastelltöne, die sich mit Altweiß mischen, schimmernde Highlights in Gold und Silber und Stoffe wie Samt, Seide oder Baumwolle. Das sind die Hauptmerkmale, wenn Französischer Stil in die eigene Wohnung Einzug halten soll.

Der Stil der Provence

Typische Einrichtungselemente nach dem französischen Stil sind provençalische Stoffe, die als Meterware auf den lokalen Märkten erhältlich sind. Sie leuchten meisten in kräftigen Farben wie Gelb, Grün, Blau, Rot und Orange und sind mit Mustern und mediterranen Motiven wie stilisierten Oliven und Lavendelblüten verziert. Diese Stoffe werden zu Tischdecken, Vorhängen, Bettwäsche und Überwürfen verarbeitet und schmücken das ganze Haus. Der Französische Stil lebt von seinen Textilien. Aber nicht nur diese Stoffe, auch provençalisches Geschirr steht für südfranzösischen Wohnstil. Dazu gehört nicht nur weißes Porzellan, das mit den gleichen Motiven bedruckt ist wie die Textilien, sondern auch Amphoren, Schalen und Töpfe aus rötlicher Terrakotta. Mit Pflanzen-Deko aus Lavendel, Rosmarin und weiteren herbes de Provence, die Sie in kleinen Aluminium-Übertöpfen auf der Fensterbank platzieren, setzen Sie außerdem schöne südliche Akzente. Der Stil der Provence ist der ultimative Landhausstil auf Französisch!

Der Stil der Bretagne (siehe Shabby-Chic)

Die Bretagne ist traditionell eine Fischergegend und dementsprechend erstrahlen auch die Behausungen dieser Region in maritimer Frische. Französischer Stil zeigt sich hier in seiner raueren Art. Die Bretagne ist hart, aber herzlich – wie Nordsee auf Französisch – und genau das soll die entsprechende Inneneinrichtung auch ausstrahlen.

Gründerzeit »

Gründerzeit »

Gründerzeitmöbel sind schwergewichtig und historisierend. In welchen speziellen Fällen Ihr Gründerzeitmöbel einsetzen und mit der übrigen Einrichtung kombinieren könnt, hängt stark von der Raumfläche ab, die Ihr zur Verfügung habt.

Die Ikonen des Gründerzeit-Stils sind so etwas wie die Triumphbögen des Bürgertums, als es nach der wirtschaftlichen auch die kulturelle Führung in der Gesellschaft übernahm. Das war in Deutschland um 1870 der Fall und ging mit der Reichsgründung einher. Nach dem Sieg im Krieg über Frankreich herrschten zudem noch ideale Bedingungen für das Prosperieren des Staatswesens. Die industrielle Revolution konnte sich endlich in Deutschland frei entfalten und brachte eine Fülle von Unternehmensgründungen mit sich. Es war Gründerzeit. Weite Teile des Bürgertums gelangten zu Wohlstand und repräsentierten diesen mit einem eigenen Stil, zu aller erst in Architektur und Einrichtung, den Domänen des Unternehmertums.

Interessant ist, dass dabei ein Rückgriff auf vergangene Epochen erfolgte, in denen das Bürgertums bereits ein große Rolle gespielt, jedoch noch keinen angemessenen Anteil an der Macht hatte. Als wolle man dies jetzt alles nachholen, flossen die Wucht der Gotik, die Logik der Renaissance und der Schmuck des Barock in einen Stil ein, der vor allem eins bezweckte: Repräsentation. Auf die Einrichtung bezogen bedeutete das große voluminöse Möbel mit Zierrat aus allen Epochen. Aus der kleinbürgerlichen Enge des Biedermeier wurde die großbürgerliche Belle Etage – große Wohnräume, gut gefüllt mit eindrucksvollen Möbeln.

Was Ihr also auf jeden Fall braucht, um Gründerzeit-Möbel aufzustellen wollt, ist Platz. Auch wenn diese Möbel mit einer modernen Wohnlandschaft kombiniert werden sollen, ändert das nichts am Prinzip. Denn die oft klobig wirkenden Schränke, die großen Tische und die schweren Stühle beanspruchen eine feste und dominierende Stellung im Raum, nach denen sich alles andere richten muss. Es ist daher ratsam, sich nur auf ein Modul zu beschränken. Wer einen schönen großen Esstisch mit hochlehnigen Stühlen möchte, ist mit Gründerzeit-Möbeln genau so gut bedient wie Freunde von viel Stauraum im Wohnzimmer, die das mit einem Vertiko und einer Anrichte haben können. Beide Module zusammen erfordern schon eine Raumgröße jenseits der 40 Quadratmeter.

Einrichtung

Das Vertiko hat einen unschlagbaren Vorteil: im Unterteil, einer massiven Kommode mit Schubfächern und Schranktüren, lässt sich extrem viel an Haushaltgegenständen unterbringen. Das Oberteil, der so genannte Aufsatz mit geringer Tiefe, lassen sich repräsentativere Sachen zur Schau stellen. Die Anrichte, meist gleich daneben platziert, ist ein ähnliches Raumwunder, bietet aber ihre gesamte Oberfläche für dekorative Objekte an.

Gründerzeittische erreichen als Auszieh-Variante fast eine Größe, an der man Tischtennis spielen kann. Allerdings müsstet Ihr dann die massiven Stühle irgendwie aus dem Zimmer hinaus bekommen, was bei deren Eigengewicht und Sperrigkeit recht schwierig ist. Ein echter Gründerzeit-Tisch hat außerdem 12 davon – alles nur Beweise, wie wichtig der Platzbedarf ist. Es geht allerdings auch mit kleineren Varianten.

Für Liebhaber massiver Betten ist die Gründerzeit ebenfalls eine phantastische Fundgrube. In der Regel beschränken sich die Wohnzitate aus der Gründerzeit lieber auf Einzelstücke wie eine stilechte Standuhr.

Formen, Material und Farben der Gründerzeit

Massivholz in Kastenform mit reichen Verzierungen – so ließe sich der Gründerzeit-Stil verkürzt darstellen. Entsprechend sind die bevorzugten Holzarten Eiche oder Nussbaum. Die Farben mussten unbedingt dunkel und erhaben wirken. Das ebenfalls verwendete Kiefernholz wurde deshalb kräftig gebeizt. Damit die Wirkung nicht zu düster wird, brechen gedrechselte Säulen, Pilaster, Kapitelle, Kannellierungen und modellierte Reliefs die Ansicht auf. Kugelförmige Füße (bei den Stühlen gedrechselt oder mit geometrischen Formen kombiniert) dienen ebenfalls dazu, die Wucht der Wirkung zu verringern. Hinzu kommen kunstvolle und glänzende Messingbeschläge sowie Lederbezüge für Stühle und Sessel.

Industrial Chic | Vintage Style »

Industrial Chic | Vintage Style »

Beim Vintage-Style oder Industrial Chic werden bewusst verschiedene Elemente aus verschiedenen Jahrzehnten gemixt und luftig arrangiert. Dabei ist eigentlich fast alles erlaubt. Dabei ist es wichtig, mit hellen Grundflächen zu arbeiten, damit das Ergebnis einen nicht erschlägt. Hier wirken dann wenige farbige Akzente wie zum Beispiel knallpinke Kissenbezüge sehr gut.

Der Industrial Chic ist der typische Loft-Style: Grob- oder gar nicht verputzte Wände, rauhe natürliche Fußböden und alte Möbel geben diesem Wohnstil seinen besonderen Charme. Gepaart mit schicken Designermöbeln ist dieser Wohnstil vor allem ein Statement. Elemente wie Metall und Stein gehören ebenso dazu wie gedeckte Farben. Freiligende Balken oder Stahlträger machen einen Raum perfekt.

Ein „rauhes“ Ambiente ist durchaus gewollt. Deswegen kommen Stoffe wenig bis gar nicht zum Einsatz.

Italienischer Stil »

Italienischer Stil »

Italienisches Design hat Rasse und Klasse. Das beste ist das es sich für die komplette Wohnwelt einsetzen lässt. Die italienische Dynamik und Frische in Verbindung mit hoher Gebrauchswertfunktion und erlesener Qualität kann Euch zu einem tollen Einrichtungsstil verhelfen: entweder komplett oder mit besonders schönen Einzelstücken.

In der coolsten Raumausstattung fallen italienische Designermöbel immer besonders auf.

Die Tradition des italienischen Stils begründeten in den 50er und 60er Jahren Meister wie Aulenti, Castiglioni oder Magistretti. Sie machten in diesen Jahrzehnten Italien zur Heimat neuer kreativer Generationen, auf denen der heutige hohe Standard fußt.

Vom Industriedesign bis zum Outfit für Mode, Möbel und Autos - das italienische Design zeichnet sich durch eine Mischung von Phantasie, Funktionalität, Gefühl und Rigorosität aus. Das Schöne ist, dass der Spaß nicht zu kurz kommt. Italienisches Design ist spannungsgeladen und gesellig zugleich. Die Experten sprechen sogar von „emotionalem Design“.

Sofas, Sessel, Tische und Stühle, aber auch phantasievolle Leuchten, Kochtopfserien aus Stahl und kleinere Objekte der Wohnungsausstattung sind durchgängig im moderne italienischen Design zu haben. Die emotiven Tendenzen finden sich in Materialien, Farben und Strukturen, wie z.B. es sich auch zum Beispiel im Lichtdesign wiederspiegelt. Sie reichen bis zu den klassisch-schönen Haushaltswaren a la elegant Espressomaschine oder glänzender Wasserkessel.

"Fare bella figura" - gut aussehen, Stil haben, edel und elegant wirken: italienische Möbel demonstrieren diesen Anspruch per excellence. Das Design ist nur das Siegel der Qualität.

Italienisch einrichten

Der italienische Stil setzt vor allem auf moderne Materialien und Formen. Verchromte Metallteile, hochwertiges Leder, kontrastreiche Farben. Es kann aber auch genau so gut sehr gediegen oder gedeckt zugehen. Italienische Möbel bestechen immer durch den Schwung ihrer Inszenierung. Wer sich am typischen italienischen „Rot“ orientiert, wird nicht weit kommen. Denn die italienische Möbelwelt hat alles, was heute anspruchsvolle Kunden wünschen, längst in ihrem eigenen Stil modelliert.

Jugendstil »

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Dekorativ in Vollendung! Der Jugendstil bietet Euch viele Möglichkeiten, Euer Wohnumfeld in ein wahres Schmuckstück zu verwandeln.

Verschlungene Linien, die sich aus sich selbst zu ergeben scheinen, geheimnisvolle Symbole, Ornamente aus der Pflanzen und Tierwelt. Dieser absolut dekorative Stil ist vielen von nostalgischen Postern aus dem „Moulin Rouge“ bekannt oder von geschwungenen Möbeln, die ganz eigenartig zeitlos wirken. Der Jugendstil ist bereits über 100 Jahre alt, aber er hat seine Faszination für die Wohnungseinrichtung bewahrt. Ihr könnt damit alles kombinieren, was es an modernen Möbeln gibt.

Der Stil ist selbst in sich keine abgeschlossene Sache. In Frankreich als „Art Nouveau“, in England als „New Style“ oder in Österreich als „Sezessionskunst“ bezeichnet, spiegelt allein die Begriffsvielfalt die verschiedenen Auffassungen und Zentren wieder. Allen gemeinsam jedoch ist, dass sie zum Ende des 19. Jahrhunderts ein Gegenbild zur Standardisierung durch die industrielle Serienproduktion schaffen wollten. So spielen Sinnlichkeit und Naturformen die dominierende Rolle. Die Bewegung entstand zuerst in der Bildenden Kunst und griff schnell auf das Design und die Gestaltung von Möbeln über. Sie stärkte das Kunsthandwerk, was letztendlich zum Entstehen des Bauhauses 1919 führte. Denn bei aller Verspieltheit der Formen ist die Zweckmäßigkeit beim Jugendstil oberstes Gebot.

Ihr könnt den Jugendstil als dekorative Elemente nutzen, wie es mit kurvigen und verschnörkelten Ornamenten verzierte Geschirrteile, Vasen oder Lampen darstellen, oder mit einem ausgewählten oder mehreren passenden Möbelstücken. Hier empfehlen sich in jedem Falle Originale, die zuweilen preiswerter als ein teurer Nachbau sind. Da der Jugendstil nur hochwertiges Material verarbeitete, sind diese Möbel meist noch in einem sehr guten Zustand. Eine komplette Jugendstil-Ausstattung ist für das Auge von heute denn vielleicht doch etwas zu viel. Es ist viel attraktiver, Jugendstil-Elemente in die moderne Wohnwelt zu übernehmen. Zudem gibt es viele moderne Möbel, die Jugendstil-Elemente übernehmen.

Einrichtung

Die geschwungene Linie ist das Kennzeichen des Jugendstils. Viele Möbel von heute übernehmen das Zitat in der Anmutung Glas wird hochgradig dekorativ verwendet. Der Werkstoff muss sorgfältig geschnitten werden, um die schwungvolle organische Form des Rahmens fortführen zu können.

Obwohl unter konstruktiven und sachlichen Erwägungen entworfen, entwickelte der Stil eine Eigendynamik, der sich in einer überreich verschlungenen Ornamentik zuweilen über das ganze Möbelstück ausbreitete. Moderne Möbel kommen da mit erheblich weniger Aufwand aus.

Materialien, formen und Farben des Jugendstil

Die Hölzer des Jugendstil waren Mahagoni, Birne, Nussbaum und Eiche; in der industriellen Serienproduktion wurde auch Nadelholz verwendet. Das Material verblieb jedoch meist nicht im Naturton, sondern wurde lackiert oder gebeizt. Dazu kamen typischer Dekors wie Beschläge aus Gusseisen, Stahl, Messing oder Bronze. Auch diese erweiterten die Ornamentik weiter um Spiralen, Schneckenformen, endlose Ranken, und ineinander verschlungene Blumen und Linien. Das Ganze setzte sich auch auf den Tapeten und den Raumtextilien fort. Türbeschläge und Türklinken folgten natürlich ebenfalls diesen Formen. Fliesen und Deko-Objekte vervollkommnen das Angebot.

Spätestens jetzt werdet auch ihr wohl lieber auf ein Zimmer im reinen Jugendstil verzichten. Aber Ihr könnt aus einem reichhaltigen Reservoire künstlerischer Wirkung für Eure Inneneinrichtung schöpfen, wenn Ihr Euch dabei durchweg an den Jugendstil haltet. Denn einen zusätzlichen Vorteil für die Gestaltung gibt es noch obendrauf: Der Jugendstil hält sich an gedeckte Farben und scheut jegliche Kontraste. Als mystisches Symbol bevorzugte der Jugendstil die Figur der Elfe – die Verbindung zur Natur war eben eher ideeller Natur.

Kolonialstil »

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Schweres, dunkles Holz, fremdartige Pflanzen, und Ethno-Motive in einer harmonischen Kombination mit hellen und frischen Naturmaterialien wie beispielswiese Leder, Baumwolle, Leinen oder Rattan - genau diese Zusammensetzung der verschiedenen Zutaten erzeugt einen wundervollen Einrichtungsstil: Den Kolonialstil!

Begeben Sie sich mit uns auf die Reise und auf die Spuren von Christoph Columbus. Entdecken Sie diesen exotischen und traumhaft schönen Stil für sich und lassen Sie die Kolonialzeit bei sich Einzug halten. Mit einer Einrichtung im Kolonialstil hält ein echtes Globetrotter-Feeling Einzug bei Ihnen. Der Kolonialstil wird durch die Kulturen verschiedenster Regionen der Welt geprägt. Dazu zählen beispielsweise Afrika, Südamerika und Indien.

Möbel im Kolonialstil

Ob Sofa, Schreibtisch, Couchtisch, Kommode oder Stühle – eigentlich kann jedes Möbelstück im Kolonialstil daherkommen und unseren Wohnräumen das Leben aus vergangenen Zeiten einhauchen. Wohnen im Kolonialstil macht deshalb so viel Spaß, weil wir uns nicht nur fühlen wie in einem exotischen Land voller Abenteuer, sondern auch wie die Herren über eine Welt, die voller Zauber ist. Wer sich in seiner eigenen Wohnung mit dem Gefühl Afrikas, der Karibik, Indiens oder Südamerikas umgeben will, gewürzt mit einer Prise europäischer Majestät, liegt mit dem Kolonialstil genau richtig!

Teak-, Mahagoni- oder Mangohölzer werden häufig für die Verarbeitung von Tischen, Stühlen, Bänken oder Truhen verwendet. Durch eine spezielle Beize bekommen diese hölzernen Möbelstücke ihre typische dunkle Farbe.

Nicht nur bei den Holz-Elementen wird im Kolonialstil auf Natürlichkeit gesetzt, auch Sofas und Sessel bleiben meistens naturbelassen. Die Polstermöbel haben meist einen dunklen Lederbezug, was ein sehr typisches Charakteristikum für den Kolonialstil ist. Mit Ziernägeln oder Nieten verziert entstehen einerseits edle aber andererseits auch sehr rustikale Ausführungen. Aber auch wenn Polster- und Sitzmöbel im klassischen Chesterfield-Look daherkommen, ist der Kolonialstil perfekt vertreten.

Im Schlafzimmer verzaubern rustikale Sekretäre, dunkle Schränke und hölzerne Himmelbetten mit hellen Leinenvorhängen die Atmosphäre. Wenn am Fußende des Bettes dann noch eine kleine Polsterbank mit gedrechselten Füßen und hellem Leinenbezug steht, dann ist der Look des Kolonialstils im Schlafzimmer perfekt.

Wenn Sie kein passendes Nachtischchen für diesen Wohnstil finden, dann stapeln Sie doch einfach einige alte Bücher übereinander. Natürlich sollten diese so stabil sein, dass sie nicht gleich umfallen, wenn man dagegen stößt und auch eine Nachttischleuchte sollte hier ihren Platz finden.

Materialien

Der Kolonialstil setzt auf Natürlichkeit! Leinen, Holz, Teak, Baumwolle, Massivholz, Leder oder Rattan sind beliebt und bekannte Materialien des Kolonialstils. Durch eine harmonische und stilvolle Mischung dieser naturbelassenen Rohstoffe wird eine wundervolle Atmosphäre gezaubert. Für den Außenbereich wie beispielsweise Garten, Terrasse und Balkon sind neben diesen Materialien und Rohstoffe auch noch Accessoires aus Bronze, Messing und Silber zu finden.

Deko im Kolonialstil

Nicht nur die Kolonialmöbel, sondern auch die Deko des Kolonialstils ist naturbelassen und nachhaltig geprägt. Als Kontrast zu den häufig dunklen Möbeln wird eine helle Dekoration herangezogen. Durch diese hellen und erfrischenden Elemente wirkt man einem zu dunkel erscheinenden Wohnraum entgegen.

Hölzerne Schalen, Bambus und Bananenblätter sind bei der Dekoration im Kolonialstil gerne gesehen und spielen dabei weit mehr als nur eine Nebenrolle. Wie bei vielen anderen Einrichtungs- und Wohnstilen ist es gerade die Deko, die der gesamten Einrichtung das Leben einhaucht.

Den Holzbänken und Ledersofas kann man durch die richtige Verzierung die Schwere nehmen. Hierzu kann man diese Möbel mit Leinenkissen oder auch mit Kissen und Decken mit Tierprints schmücken. Durch die Leichtigkeit dieser Kissen bekommen auch schwere Leder-Loungesofas eine gewisse Leichtigkeit.

Doch es muss nicht nur zu kleinen Dekoartikeln gegriffen werden – auch große Elemente wie ein Koffer im Vintage-Stil oder auch schöne Paravants komplettieren den Kolonialstil in einer wundervollen Art und Weise.

Gerade frische Highlight wie zum Beispiel Orchideen, Strelitzien, Jasminblüten oder andere exotische Blumen und Blüten erzeugen traumhafte Lichtpunkte in einem jeden Wohnraum. Nicht nur optisch machen diese natürlichen Begleiter etwas her, die versprühen einen angenehmen und sehr zarten Blumenduft, der sich positiv auf unser Gemüt niederlässt und auswirkt.

Doch es müssen nicht nur zauberhaft blühende Blumen zum Einsatz kommen, auch grüne Pflanzen mit großen Blättern können durch bunte und gemusterte Übertöpfe perfekt in Szene gesetzt werden.

Um das Globetrotter-Feeling perfekt zu machen, können Sie mit großen Landkarten, alten Globen und Souvenirs aus aller Welt dekorieren. Gerade diese Kleinigkeiten machen diesen Einrichtungsstil erst zu dem, was er eigentlich darstellen soll - eine exotische Mischung der verschiedensten Länder und Kulturen dieser Erde.

Wenn Sie noch alte Koffer im Keller stehen haben, die vielleicht noch von der Großmutter sind und schon lange ausgedient haben, dann verwenden Sie diese doch einfach als Dekoration! Übereinander gestapelt sind diese Koffer die perfekte Deko im Kolonialstil!

Muster und Farben

Dieser prächtige Einrichtungsstil beherrscht das Spiel mit Farben und Mustern verschiedenster Stile perfekt. Hier werden französische Toile-de-Jouy-Muster mit asiatischen Blumen- und Blütenmotiven gemischt sowie die grafische Ornamentik Afrikas mit floralen Paisleymustern.

Die Farbpalette dieses Wohnstils reicht von braunen über grüne Nuancen und reicht hin bis zu hellen Erd- und Sandfarben. All diese Farben sind sehr natürlich gehalten und harmonisieren optimal miteinander.

Landhausstil »

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Je mehr wir uns von dem hektischen Treiben des Alltags mitreißen lassen, desto mehr sehnen wir uns nach den einfachen Aufgaben und Freuden des Landlebens. Eine gesunde Mahlzeit zubereiten, sie gemeinsam mit der Familie genießen und danach am Kamin sitzen und sich beim Duft des Holzes entspannen – was für eine Vorstellung! Genauso einfach wie bezaubernd ist auch der Landhausstil, der die Freuden dieses Lebens in jedes Zuhause bringt.

Landhausstil-Materialien

Die typischen Materialien für das Landhaus-Interieur sind Stein, Rattan, Holz und Keramik, Leinen, Leder und Baumwolle. Genau diese natürlichen Materialien stehen für einen leichten und unkomplizierten Stil. Die Wände zieren häufig Holz- oder Lehmverkleidungen oder andere rustikal anmutende Wischtechniken. Als Bodenbelag werden gerne Holzdielen oder Natursteinplatten herangezogen.

Landhausstil-Deko

Zum Stil der Landhaus-Möbel passen Accessoires und Deko-Elemente, die alt und gebraucht aussehen. Alte Gießkannen aus Zink, verschnörkelte Outdoor-Möbel aus Holz, oxidiertes Metall oder Porzellan im Used-Look sind charakteristisch für den Landhausstil. Auch gedrechselte Möbel und Fundstücke vom Flohmarkt fügen sich nahtlos und geradezu perfekt in diesen Wohnstil ein.

Zum Landhaus-Look passt sonst auch alles, was der Garten so alles hergibt: Rosen, Kornblumen, Kürbisse oder schlichte Gräser – im richtigen Arrangement kommen all diese Naturschönheiten super zur Geltung.

Farben und Muster – Möbel im Landhausstil

Der Landhausstil holt Natur, Frische und Leichtigkeit ins Haus, denn wenn man sich für die Einrichtung im Landhausstil entscheidet, dann orientiert man sich an der Natur: Helle Pastelltöne, natürliche Farbtöne, florale Muster und Motive – genau diese Farben und Muster sind kennzeichnend für diesen Einrichtungsstil.

Im Gegensatz zu diesen hellen Komponenten bringen Karos, Streifen oder Punkte in kräftigem Rot oder Blau frische Akzente und Hingucker in den Landhaus-Look.

Deko-Basics

Die gelungene Landhaus-Deko besticht vor allem mit hübschen und frischen Blumen, pastellfarbene Hussen für Sofa oder Stühle oder aber einem einzelnen nostalgischen Küchenschrank.

Altmodischer Charme und Vintage-Stücke harmonieren ganz prächtig mit dem Landhausstil – vor allem romantische Accessoires wie zum Beispiel Kissen mit Rüschen oder Rosenmotiven, weiße Korbmöbel oder verschlissene Kommoden sind die hübschen Begleiter des Landhaus Looks. Aber auch verspielte Accessoires oder einzelne Schmuckstücke im Natur-Look sind Charakteristika: Für die Gebrauchsspuren sorgt die hübsche Patina. Gerade bei Vintage-Stücken ist Altrosa – nicht nur bei Stoffen, sondern auch bei Geschirr – eine sehr beliebte und verbreitete Farbe. Durch diese Farbgebung wird ein Stück Romantik und mädchenhafte Verspieltheit erzeugt.

Maritimer Stil »

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Die Sehnsucht nach dem Meer, aber auch sein Erholungswert und seine Frische zeichnen den maritimen Einrichtungsstil aus. Wer seine Farbampel auf Blau-Weiß-Rot stellt und etwas Shabby Chic oder Vintage integriert, kann die ganze Wohnung auf maritim umstellen. Mit hellen Möbelfarben, die den Sand am Meer assoziieren, und goldenen Accessoires, die dann wie Knöpfe an der Jacke des Kapitäns wirken, wird der Stil perfekt. Die Möbel sind bis auf die Schränke wenig kompakt. An kleinen Schaustücken lässt sich viel Maritimes finden, von der echten „Buddel“ bis zum Fischmotiv auf den Servietten.

Die Hauptwirkung des Stils aber kommt über die Farbkombination Blau-Weiß zustande. Es muss nicht einmal das waschechte Marine-Blau sein – jedes Auftauchen dieser Farbkombinationen erinnert unwillkürlich und sofort an das maritime Flair. Sie ist eine feste Größe im ästhetischen Empfinden. Blau ist nun einmal zu aller erst das Meer, und die weißen Segel der Schiffe oder die Schaumkronen der Wellen gehören traditionell dazu. Rot sind die Signalelemente, die unbedingt notwendig sind, um in dieser Welt richtig zu navigieren. Immerhin hat die Kombination mit Weiß ebenfalls einen maritimen Anspruch, wie die Fassaden der Leuchttürme dieser Welt und die Kennzeichnung von Rettungsringen immer noch zeigen.

„Traditionell“ und „Leuchttüme“ sind bereits Stichworte, die auf den Charakter des maritimen Stils verweisen. In einer Welt elektronischer Steuerung und virtuellen Arbeitens lassen die Gedanken an das Meer immer noch das direkte Erlebnis der Elemente aufleben. Accessoires mit Treibholzcharakter und Symbole der christlichen Seefahrt entführen in vergangene Zeiten und zaubern unwillkürlich den Geschmack von Seesalz auf die Zunge. Mit dem maritimen Einrichtungsstil weht sofort eine sommerliche Brise durch die Wohnung. Ihr könnt damit auch richtig frischen Wind in Eure Einrichtung bringen. Das Ergebnis sind niemals endende Ferien im eigenen Heim.

Einrichtung

Die Klassiker des maritimen Stils sind weiße Möbel, gern im Vintage-Stil und mit weißen Leinenbezügen oder Kissenbezüge mit blau-weißen Streifenbezügen versehen. Messinggegenstände, Netz- und Tauwerk sowie Leuchten mit Signalwirkung vervollständigen das Repertoire. Wer nicht unbedingt Miniatur-Modelle von Segelschiffen aufstellen will, kommt mit maritimen Themen auf Bildern an der Wand oder im Regal genau so gut zum Erfolg. Voll im Trend sind maritime Wandtattoos. Nautische Symbole, Muschelformen oder als dekorative Elemente oder Muster sind natürlich ein „Muss“.

Sitzmöbel, die an Liegestühle erinnern, Schaukelstühle, blau lackierte Tische und die ständige Fortsetzung der Farbkombination Blau-Weiß mit Bezügen, Kissen oder Gardinen verleihen jedem Wohnzimmer den Charakter eines Strandurlaubes. Das Ganze funktioniert natürlich auch in der Küche. Schlafzimmer werden angenehm frisch nur durch die maritime Optik. Der Gipfel ist natürlich eine maritime Terrasse. Der amerikanische Stil zeichnet sich durch die nahtlose Verbindung von Wohnzimmer und Terrasse aus. Für den maritimen Stil hat das einige Vorteile.

Wer schon einmal am Strand spazieren gegangen ist, weiß, wie viele Ideen sich allein durch die kleinen Objekte finden lassen, die das Meer unaufhörlich an den Strand spült. Es muss nicht unbedingt Bernstein sein – die vom Wasser abgeflachten kleinen Steine, die man sich gern vom Strand mitbringt, lassen Tausende von dekorativen Kombinationen zu.

Maritimer Stil ist auch Ursprünglichkeit. Deswegen sind Treibholzstücke, bizarre Äste oder Muschelschalen ideale Elemente, die den Charakter des Meeres direkt in das Wohnzimmer übertragen können. Ein paar „echte“ Schätze dürfen es natürlich auch sein. Besonders gut machen sie sich, wenn sie nicht nur „shabby“, sondern sogar Antiquitäten sind. Schließlich ist die Sehnsucht nach dem Meer auch die Sehnsucht nach dem Entdecken.

Modern »

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Modern ist mehr als nur graue Ecksofas, Wände in Naturtönen, schnittige Lowboards und das gelegentliche Edelstahlaccessoire. Was modern im gestalterischen Bereich ist, folgt eigenen Prinzipien, die genauso entstanden sind, wie die anderer Stile, und die einem ganz speziellen Lebensgefühl in optimaler Weise Ausdruck verleihen.

Aber was ist eigentlich modern?

Wir nennen gerne alles modern, was im Gegensatz zu Traditionen, Konventionen und altbewährten Denkmustern und Konzeptionen steht sowie neu und innovativ ist, und obwohl das in wissenschaftlicher Hinsicht einige Berechtigung hat, ist es in der Geschichte des Designs zu nahe an dem generellen Begriff des Zeitgenössischen und Aktuellen. Nicht alles, was in unserer Zeit aktuell ist und neu aufkommt, fügt sich in die Design-Prinzipien ein, die erstmals zu Beginn des 20ten Jahrhunderts von Designern wie Ludwig Mies van der Rohe und Le Corbusier aufgestellt wurden, und eine revolutionär neue Weise über Wohnräume zu denken und in ihnen zu leben in die Wege leiteten. Denn in der Zeit zwischen den 1920ern und den 1950ern wurden die Grundpfeiler dessen gestellt, was heute in diesem Bereich als modern gilt. Der Barcelona Pavillon zeigt exemplarisch, dass modern ist, was Wert auf Raum, Licht und Ordnung sowie Simplizität und Qualität legt.

Modern gestaltet sind daher Räume mit folgenden Merkmalen:

  • Die Grundstruktur aller Räume, die modern sind, ist ordentlich und gerade. Glatte und gerade Linien, die entweder parallel zu einander verlaufen oder in einem 90-Grad-Winkel aufeinander stehen, lassen den Blick zur Ruhe kommen und sich im Raum verlieren.
  • Ebenso sind die Oberflächen gerade und glatt, ziehen sich einheitlich durch den gesamten Raum. Entweder gibt es sehr wenige unterschiedliche Oberflächen, oder aber dieselben Farben oder Texturen werden immer wieder aufgenommen, damit ein ruhiges Gesamtbild entsteht. Oberflächen, die das Licht spiegeln, gelten ebenfalls als modern.
  • Zu der neuen Architektur, die leicht, unprätentiös und funktional wirken soll, passen die neuen Materialien, die nun in großem Stil eingesetzt werden können: Glas, Stahl und Beton. Polierter Waschbeton, sichtbare Stahlstreben und Vollfrontverglasungen sind von „modern“ nicht mehr zu trennen.
  • Weiß ist die Farbe der Moderne und mit weißer Tünche überstrichene Wände aus Beton oder Ziegeln, sowie geweißelte Gipsplatten sind archetypisch modern.
  • Der „No-cheating“-Mentalität modernen Designs entspricht die Verwendung natürlicher, hochwertiger und von Natur aus ruhiger und eleganter Materialien wie Leder, Leinen und Naturstein wie zum Beispiel poliertem Marmor.
  • Zusammen mit dem Stahl in der Architektur werden auch Möbel und Einrichtungsgegenstände aus poliertem Edelstahl, gebürstetem Aluminium oder verchromtem Metall eingesetzt, weil die glatten Oberflächen das Licht wunderbar reflektieren.
  • Die Farbpalette des modern look ist eher neutral und zurückhaltend. Weiß wird mit Grau, Beige und Stein- oder Erdtönen kombiniert, um einen ruhigen und eleganten Gesamtton zu schaffen. Gelegentlich findet man auch eine gewagte Kontrastierung mit schwarzen Flächen oder einzelne Akzente in selbstbewussten Farben wie beispielsweise Rot oder Rost. Letzteres kann aber schnell eher contemporary als modern wirken.
  • Zu den grundlegensten Neuerungen des modern designs gehört der Umgang mit Licht. Kunstwerke, Schränke und Treppen mit versteckten Leuchten zu highlighten ist genauso wichtig wie mit unterschiedlichen Lichtstimmungen und Lichtfarben Tiefe in Raum zu bringen. Lampen, die selbst kaum zu sehen sind, indem sie beispielsweise in die Wand eingelassen werden, sind dabei essentiell für das moderne Raumgefühl.
  • Vorsicht ist allerdings bei Begriffen wie Retro oder Vintage angebracht: Während modern design sicherlich nichts mit traditionsverherrlichenden und nostalgischen Stilen wie dem Shabby Chic zu tun hat, sind manche Designstücke, die heute als vintage oder retro bezeichnet werden, genau aus der besagten Zeit zwischen 1920 und 1950 und sind daher auch für einen heutigen modern look noch nahezu unverzichtbar.

Orientalischer Stil »

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Der Orient ist voller Farben, Glanz, Ornamentik, Düfte und Genüsse – mit dem orientalischen Einrichtungsstil könnt ihr Euch den Zauber von 1001 einer Nacht in die eigene Wohnung holen. Die arabische Wohnkultur unterscheidet sich allerdings erheblich von den europäischen Traditionen. Nicht umsonst spricht man ja auch von Morgen- und Abendland. Wem die schmuckreiche und farbenprächtige Ausstattung als komplette Einrichtung zu viel ist, der kann mit exotischen Ecken einen glanzvollen Blickpunkt im Raum setzen. Wie dieses Wohn-Highlight zu den anderen Möbeln passt, ist eine Frage der dekorativen Kompatibilität. Perfekt passt die arabische Ergänzung natürlich zum Kolonialstil oder zu Barockmöbeln.

Der orientalische Einrichtungsstil ist komplett auf Textilien eingestellt. Baldachine, Sitzkissen, Teppiche, Wandbehänge – der Raum lebt von der Wärme und den Farben und Formen dieser bequemen Wohnelemente. Holz ist in der Minderheit und immer üppig verziert. Schließlich müssen die Möbel mit der reichen Ornamentik der Textilien mithalten. Als Accessoires sind metallene Objekte in der Überzahl. Messing, Kupfer, Silber – fast alle Ziergegenstände mit Funktion wie Kerzenhalter, Schalen oder Kannen sind aus edel glänzenden Metallen und in der Regel ebenfalls wieder opulent verziert. Kerzen sind nicht nur zur Beleuchtung da, sondern auch für die Verbreitung von Wohlgerüchen zuständig. Der orientalische Stil ist ein Bad für die Sinne.

Stichwort Bad: das türkische Hamam oder das arabische Rhassoul sind Jahrtausende alte Wellness-Traditionen, die in Europa wieder stark im Trend liegen. Fliesen mit arabischen Mustern, Badmöbel, Beleuchtung und die vielen kleinen Behältnisse, in denen die Schönheitsmittelchen gereicht werden, können aus selbst aus der engen funktionalen mitteldeutschen Sanitärzelle eine Oase zum Wohlfühlen machen. Wer ein größeres Bad hat – um so besser!

Überhaupt müsst ihr beim orientalischen Stil immer den erhöhten Platzbedarf im Blick haben. Die arabische Gemeinschaftskultur ist auf absolute Behaglichkeit ausgerichtet, und das zum großen Teil noch im Liegen. Schon von daher fällt eine arabische Sitzecke immer größer aus als die deutsche Norm. Aber genau das macht den orientalischen Stil so reizvoll: Alle Wohnbedürfnisse kommen in völlig neue Relationen.

Einrichtung im orientalischen Stil

Typische Einrichtungsgegenstände für den orientalischen Stil sind bunte Bodenkissen, Poufs und Diwane, flachs Holztische, insbesondere Teetische mit Tabletts mit kompletten Sets aus Glas oder Metall, geschnitzte Paravents, Hängeleuchten in bauchiger Form, metallen Gefäße und jede Art von Wohntextilien. Stilechte Accessoires und schmückende Elemente sind ein Zimmerbrunnnen, Henna-Lampen oder Wasserpfeifen. Dekorativ sind Mosaike sowie Gold- und Silberschimmer auf den Wohntextilien angesagt.

Besonders schnell und einfach geht das mit Textilien. Der orientalische Einrichtungsstil verwendet Seide, Baumwolle, Organza oder Brokat. Dabei gilt: nicht kleckern, sondern klotzen. Kombinieren Sie farbenfrohe Kissen mit fließenden Baldachinen und traditionellen Teppichen. Möbel aus duftendem Zedernholz, Poufs aus Leder oder Mosaike aus Glas oder Fliesen ergänzen den orientalischen Einrichtungsstil. Stilecht sind auch Accessoires aus Edelmetallen. Silberne Schalen, kupferne Kerzenhalter oder Teeservice' aus Messing runden den edlen Look des orientalischen Einrichtunsstils ab. Wem das alles zu opulent ist, der kann sich auf einzelne Elemente konzentrieren und so orientalische Akzente setzen.

Merkmale des orientalischen Einrichtungsstils

Die orientalischen Verzierungen lassen sich in Arabesken (stilisierte Blüten, Ranken und Blätter) geometrische Muster (die Araber waren große Mathematiker) und Kalligrafie (die dekorative Wirkung der arabischen Schriftzeichen) klassifizieren. Solche Muster werden von der Architektur bis zu den Applikationen an den Gewändern eingesetzt.

Die Farbpalette des orientalischen Stils ist kräftig-strahlend: Gelb, Rot, Blau, Gold- und Silbertöne. Erd- und Holztöne sind in der Minderheit. Möbel sind in der Regel aus Zedernholz und entsprechend den niedrigen Sitzhöhen sehr bodennah. Sie sind nicht nur ornamentiv strukturiert, sondern meistens auch noch benalt. Bei den Stoffen sind neben der traditionellen Wolle Brokat, Organza und Seide die dominierenden Materialien. Der orientalische Stil hat uns so schöne Erfindungen wie das Himmelbett oder die Tee- und Kaffeekultur überlassen. Das kann auch der moderne Lebensstil im Original zelebrieren.

Retro-Style »

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Die 1950er und 1960er Jahre waren eine Zeit, die einige echte Wohnklassiker hervorgebracht und die Art der Wohnungseinrichtung nachhaltig geprägt hat. Der Retro Style besinnt sich auf diese stilvollen Möbel zurück und bringt den Glanz vergangener Jahrzehnte zurück. Retro bedeutet aber nicht in der Vergangenheit zu leben, sondern kann durchaus mit modernen Elementen kombiniert werden.

Für den Retro Stil ist das natürliche Material Holz sehr typisch. Doch nicht nur naturbelassene Materialien wie Holz sind ein Indiz für Retro: Auch Kunststoff-Elemente in bunten Knallfarben machen den Retro Style zu dem, was er ist – aufregend und modern. Welche Materialien und Farben Sie optimal für Ihre Retro Einrichtung wählen können, wird Ihnen im Folgenden ausführlich dargelegt.

Farb- und Formgebung

Organische, geometrische und geschwungene Muster und Formen bei Möbeln und Accessoires sind ein Muss. Wegen der geschwungenen Formgebung der Retro-Möbel tragen diese auch häufig den Namen Formmöbel. Doch nicht nur bei der Formgebung ist dieser Wohnstil innovativ und schwungvoll, sondern auch in der Farbwahl: Von pudrigen Pastelltönen über zurückhaltende Naturtöne bis hin zu auffälligen Knallfarben ist beim Retro Style alles vertreten und kann zauberhaft miteinander kombiniert werden. Diese konträren Farben sind bewusst so gewählt, denn ein knalliger Sessel kommt vor einem dezenten Hintergrund viel besser zur Geltung und rückt so mehr in den Blickwinkel. Knallfarben sollten – wie bei vielen anderen Einrichtungsstilen – eher akzentuiert eingesetzt werden, damit das Raumbild harmonisch bleibt. Achten Sie auf eine angenehme und gute Mischung der verschiedenen Farben, denn durch die eher dunklen Möbel kann das gesamte Raumbild schon einmal zu dunkel daherkommen – dann hat der Raum eine ganz andere Wirkung und versprüht nicht mehr den leichten und hellen Charme aus den vergangenen Jahrzehnten.

Materialien

In den 1950er und 1960er-Jahren stand weniger das Aussehen der Möbel im Vordergrund als die Form und die Funktion. Neben dem Design und dem Aussehen ist die Funktionalität ein sehr wichtiger Punkt bei diesen Möbeln. Tische und Sessel, die optisch wegen ihres interessanten Looks keine Überzeugungsarbeit mehr leisten müssen, sollten dennoch nicht in puncto Gemütlichkeit zurückstecken! Formmöbel sind gleichzeitig auch Funktionsmöbel. Heutzutage ist dunkles Teakholz ein sehr gern gesehenes Material für den Retro Look – besonders die Kombination dieses Holzes mit zurückhaltenden Formen und einer frohen Farbenvielfalt ist schön! Typisch für Retro ist auch ein Mix aus verschiedenen natürlichen Materialien wie Leder und Leinen sowie Holz und Stein.

Möbel im Retro-Look

Nierentische, Panton Hängeleuchten, Bezüge in satten Senftönen oder ein alter Sekretär im Retro Look: Machen Sie sich auf die Spuren vergangener Zeiten und sorgen Sie für ein adäquates Ambiente im Retro Stil! Egal für welches Möbel im Retro Stil Sie sich entscheiden, ob es eine Lampe, die Esszimmerstühle oder ein Tisch ist, der in diesem altmodisch scheinenden Aussehen daherkommt, gerade wegen dieses Flairs, das ein bisschen altertümlich zu sein scheint, liegt Retro voll im Trend.

Retro-Tapeten

Tapeten haben einen maßgeblichen Einfluss auf die Atmosphäre und das Ambiente, denn sie springen einem direkt ins Auge, wenn man ein Zimmer betritt. Mit verschiedensten Farben und Mustern können unterschiedliche Stile und Looks kreiert werden. Mit Retro Tapeten wird die Vergangenheit neu definieret und interpretiert – und genau den Charme dieser Vergangenheit wird uns durch Retro Tapeten zurückgegeben. Ob verrücke und wilde Musterungen oder geradliniges und grafisches Design, ob zarte Pastelltöne oder kräftige Farben: Retro Tapeten sind seit Jahren in und wir können uns diese Klassiker kaum mehr aus den Wohnungen wegdenken!

Retro-Accessoires

Neben dem Interieur gehören natürlich auch Accessoires zu diesem Trend! Ähnlich wie bei den Möbelstücken spielen Holz, Kunststoff und Glas die Hauptrolle und florale Muster und grafische Motive dominieren hier. Mit Retro Accessoires und Deko-Elementen kann man diesen wundervollen Stil Einzug in seine Wohnung gewähren, ohne dass man gleich seine ganze Einrichtung nach diesem Look richten muss. Retro Accessoires zu einer modern eingerichteten Wohnung sehen wunderschön aus und lassen einen Hauch von Retro Feeling aufkommen.

Shabby Chic »

Shabby Chic »

Shabby Chic ist, wenn charaktervolle Vintage-Möbel das mit Rüschen besetzte Ballkleid ihrer Großmutter anziehen. Der Einrichtungsstil verdankt seinen Namen seinen unperfekten Oberflächen: Weiß oder Cremefarben lackierte Schränke, Kommoden und Tische mit gewollten Kratzern und Makeln sind für ihn typisch. Seine wahre Schönheit liegt aber in der romantischen Femininität, die nur deshalb dem Kitsch entkommt, weil sie nicht auf Pomp, sondern auf Nostalgie und Sensibilität setzt.

Der romantische Shabby Chic-Stil

Shabby heißt übersetzt „schäbig“ – doch dieser Look ist alles andere als schäbiger und wertloser Ramsch. Dieser Stil ist wie ein Rohdiamant, der aber nicht geschliffen werden möchte: Nichts für Perfektionisten! Weiterhin lässt sich Shabby Chic als eine Unterordnung des Vintage-Looks verstehen.

Bei beiden Stilvarianten - Shabby Chic und Vintage - besteht das Basisgerüst aus Möbeln und Accessoires im Used-Look. Der grundlegende Unterschied dieser beiden Styles ist der, dass der Vintage-Stil nicht so romantisch und feminin daherkommt.

Shabby Chic-Möbel

Wohnen im Shabby Look: Welche Möbel machen den Shabby Chic-Stil aus? Vorrangig werden weiße Holzmöbel bei der Einrichtung im Shabby Chic-Stil verwendet. Einzelstücke vom Flohmarkt und Erbstücke von der Großmutter lassen sich ganz wunderbar mit neuen und modernen Möbeln im Shabby Look kombinieren. Denn genau diese Mischung aus neuen Elementen und alten Lieblingstücken macht diesen Einrichtungsstil zu dem was er sein soll: nicht perfekt, zusammengewürfelt, unvollständig, feminin, charismatisch.

Das Markenzeichen des Shabby Chic Looks sind die – egal ob künstlich geschaffenen oder natürlichen – Gebrauchsmerkmale. Diese Gebrauchsspuren können auf die unterschiedlichsten Arten und Weisen zu sehen sein: Abgestoßene Ecken, ausgefranzte Kanten, abgegriffenes Metall, abgesplitterter Lack oder scheinbar unbehandeltes Holz.

Farben im Shabby Chic-Stil

Welche Farben charakterisieren den Shabby Look? Die Farbwelt des Shabby Chic zeichnet sich durch matte und zarte Nuancen aus – Pastell-Fans kommen bei diesem Einrichtungsstil ganz auf ihre Kosten! Die helle Farbgebung zieht sich durch den kompletten Wohnstil: Rosé, Blau und Violett sind sehr beliebte Pastelltöne - bunte Knallfarben findet man hier keineswegs. Die pudrigen Pastelltöne bilden in Kombination mit Zartgrau, Altweiß und hellem Beige eine perfekte Symbiose.

Deko im Shabby Chic-Stil

Was ist die passende Dekoration, die auch zu den Farben des Shabby Chic passt? Die zurückhaltenden Pastellfarben und Nuancen werden durch schillernde Accessoires und Dekorationselemente veredelt. Kissen und Decken, die mit Pailletten bestückt sind, silberfarbene Schalen, Vasen und Kerzenhalter sowie schimmernde, alte Kronleuchter sind wundervolle Stücke, mit denen man den Shabby Look komplettieren kann.

Durch die intuitive und leidenschaftliche Art und Weise der Dekoration wirken die Räume, die im Shabby Chic-Look eingerichtet sind häufig sehr weiblich und bewohnt.

Deko Basics

Hier sind einige Deko Basics des Shabby Chic-Stils zusammengefasst: Nostalgische Lampenschirme, Retro-Möbel, verspielte Kronleuchter, Kissenbezüge mit Samt und Spitze, Möbel im Vintage- und Used-Look, florale Muster und Toile-de-Jouy-Tapeten.

Materialien des Shabby Chic-Stils

Natürliche Materialien sind das Aushängeschild des Shabby Chics. Bevorzugt werden schon in die Jahre gekommene Materialien wie zum Beispiel Leder, Leinen oder Holz, denen man die Spuren der Vergangenheit schon auf den ersten Blick ansehen kann.

Motive und Muster des Shabby Chic-Stils

Die Mustervielfalt beim Shabby Chic ist wider Erwarten vielseitig. Haben die Motive und Muster eine Geschichte oder Tradition, dann eignen sie sich hervorragend für die Kombination mit Shabby Chic-Möbeln. Blumendekors, orientalische Ornamente, Toile-de-Jouy und Paisleymuster sind der Inbegriff von Shabby Chic – doch auch Streifen und Karos finden in diesem Einrichtungsstil immer wieder eine hübsche Verwendung. Hier ist darauf zu achten, dass sich die Farbgebung der Motive und Muster harmonisch in das Gesamtkonzept einfügt. So können die Musterungen nach Lust und Laune verwendet und gemischt werden.

Scandi-Look »

Scandi-Look »

Geradliniges, schlichtes Holz, helle und freundliche Farben und eine klare Formgebung: Der nordische Stil ist ein sehr angenehmer. Skandinavisches Design ist – im Gegensatz zu anderen Wohn- und Einrichtungsstilen – auf dem Boden geblieben und orientiert sich reichlich wenig an dem heutigen Statusdenken. Auf Schnörkel, Verzierungen oder andere modische Auffälligkeiten wird bei dem skandinavischen Look gänzlich verzichtet. Diese Coolness, gepaart mit frischen Ideen und einer Prise Humor macht Design aus Skandinavien auch bei uns so beliebt.

Seit der Bewegung der Moderne spielen Licht und Raum in Sachen Wohnen eine entscheidende Rolle. Jeder will es hell, freundlich und offen haben. Skandinavisches Design ist, vielleicht wegen der langen nordischen Winter, in seiner Essenz sehr leicht und hell, außerdem schlicht, zurückhaltend und trotzdem glamourös. Deshalb ist es für modernes Wohnen wie gemacht.

Skandinavische Möbel – Natur als Vorbild

Offene und weitläufige Wohnräume, funktionale Architektur und viel Holz: Das alles zeichnet skandinavisches Design aus! Wenn es um skandinavisches Design und Möbel geht, dann geht es sehr natürlich zu, denn Skandinavisches Design orientiert sich stark an der Natur. Das trifft nicht nur im Bezug auf die verwendeten Materialien zu, sondern auch im Hinblick auf die Formen, die für die einzelnen Möbel ausgesucht wurden. In den Möbeln dieses Einrichtungsstils erkennt man die Kargheit der skandinavischen Landschaften und die Naturverbundenheit der Skandinavier wieder.

Die natürlichen Materialien wie zum Beispiel helle Hölzer, Leder, Leinen oder Baumwolle geben den geraden und strikten Formen dieses Look die benötige Gemütlichkeit und Wärme. Für skandinavisches Design werden überwiegend Fichte, Kiefer oder Birke als Holzgeber genutzt, da diese ein schönes und helles Holz haben. Mit der Natur als Vorbild wird nicht nur bei den Produkten sehr viel Wert auf eine hohe Qualität geachtet, sondern auch bei der Verarbeitung – genau deswegen sind skandinavische Möbel auch besonders haltbar und robust. Viele Designer lieben das Spiel mit den rauen, aber hochwertigen Materialien, den subtilen Farbnuancen und den simplen, aber harmonischen Formen, weshalb viele Designermöbel dem Skandinavischen Design zugeordnet werden können. Der Urvater des Skandinavischen Designs war der Architekt und Designer Arne Jacobsen, Erfinder des legendären Egg Chair.

Dadurch, dass bei den skandinavischen Möbeln sehr viel Wert auf Funktion, Design und Qualität gelegt wird, halten die Möbel nicht nur über viele Jahre hinweg – sie sind auch noch zeitlos schön und modern.

Skandinavisches Design - Gemütlichkeit

Klare und gerade Formen heißt nicht zwingend, dass dieses Design durch scharfe und eckige Kanten definiert ist, sondern eher durch die weichen Formen der Natur! Ob glatte Kanten oder geschwungene Kurven – skandinavisches Design vereint alle Formen, die es in der Natur zu finden sind. Genau deshalb strotzen die Möbel – vor allem natürlich die Sitzmöbel wie Sofas, Stühle, Polstermöbel – vor Gemütlichkeit und laden immer wieder zu behaglichen Stunden ein.

Farben und Muster aus Skandinavien

Klare Farben sind bei den Skandinaviern Pflicht! Der Winter ist sehr kalt und lang in den skandinavischen Gefilden und dies möchte man durch die klaren Wohnfarben wieder ausgleichen. Wo pudrige Pastelltöne eine wundervolle Basis legen, setzen starke und auffällige Farben tolle Akzente. Um das Tageslicht optimal zu reflektieren greift Skandinavisches Design gerne und oft zu kühlen Farben wie Himmelblau und Reinweiß – und dies nicht nur bei den Wandfarben, sondern auch bei der Farbwahl für Sitzmöbel, Schränke, Regale und Teppiche. Weiche Textilien und edles Porzellan mit bunt gemusterten Dekoren komplettiert die Farbgebung in skandinavischen Wohnungen. Neben diesen schlichten Farben und Mustern sind auch graphische Motive aus der Natur, wie zum Beispiel Tiere, Wälder oder auch Fabelwesen auf Möbeln, Accessoires oder anderen Deko-Elementen zu finden.

Licht ist im Norden Mangelware

So weit im Norden ist es Fakt, dass es gerade im Winter dort sehr dunkel ist und Licht eine seltene Rarität darstellt. Genau deswegen ist das Licht bei den Skandinaviern sehr wichtig, aus diesem Grund gilt: Alles natürliche Licht und die warmen Sonnenstrahlen sollen mit Hilfe einer durchdachten Architektur und dem Einsatz von hellen Farben verstärkt werden. Was hier nicht durch helle und fröhliche Nuancen geschaffen werden kann, muss durch andere Lichtquellen aufgegriffen und ausgeglichen werden: Lampen und Leuchten sowie Kerzen haben so ebenfalls einen hohen und wichtigen Stellenwert in der skandinavischen Einrichtung.

Skandinavisches Design - alles andere als langweilig

Einige von Ihnen werden sicher denken, dass skandinavisches Design auf Grund der Schlichtheit und der Zurückhaltung der Möbel eher langweilig daherkommt – doch skandinavisches Design ist noch vielfältiger als gedacht! Skandinavische Möbel, Einrichtungsgegenstände und Accessoires verblüffen immer wieder durch ihr zeitloses, schlichtes und zurückhaltend elegantes Design. Obwohl skandinavisches Design sehr stark auf klare und geradlinige Formen zurückgreift, können diese Möbelstücke durch ihre Musterung und Farbgebung sehr aufregend und wie ein toller und auffälliger Blickfang wirken. Deshalb ist Skandinavisches Design auch etwas für Kinder: Diese freuen sich an der wertvollen Formgebung und können ihrer Fantasie freien lauf lassen. Gutes Design fördert den Geist und ist deshalb ideal auch für Kinder, denen die Designer selbst nichts bedeuten.